Firmengeschichte

HeinrichMeyer Heinrich Meyer, geb. am 27. Januar 1857 im Dorf Wehringhausen bei Hagen, war Gründer der Meyerschen Turngeräte-, Schulmöbel-, und Feuerwehrgerätefabrik., in späteren Jahren weltweit bekannt unter dem Namen TURNMEYER.

Ausgestattet mit seltener Schaffenskraft, echt sozialem Empfinden und ausgeprägtem Pflichtbewusstsein, beschloss Heinrich Meyer, selbst leidenschaftlicher Turner, 1885 seine Anstellung aufzugeben und sich mit 2000 Mark erspartem und 3000 Mark geliehenem Geld selbständig zu machen. Um sich in die für ihn vollkommen neue Branche einzuarbeiten, stellte er zunächst Küchenpfannen, Kohlenlöffel, Maurerkellen und ähnliche Gerätschaften aus Metall her und begann schließlich aus eigenem Antrieb heraus mit der Fabrikation der ersten " Eisernen Turngeräte" . Bereits 1895 umfasste das Programm der „ Westfälische Turn- und Feuerwehrgeräte-Fabrik“ Reck, Barren, Sturmsprunggestell, Böcke, Springtische, Kästen, Schaukel- und Klettergeräte, Matten, Matratzen, Garten- und Zimmerturngeräte sowie Feuerwehrzubehör. Die Verbindung zur Herstellung von Feuerwehrgeräten ergab sich übrigens daraus, dass sich in jener Zeit Turnfeuerwehren gründeten, Vorläufer der heutigen freiwilligen Feuerwehren.
 
HansMeyer Der Betrieb wurde in den folgenden Jahren ständig vergrößert und die Produktionspalette um immer neue Artikel wie Schulmöbel und Badeanstalteinrichtungen erweitert. 1901 trat sein ältester Sohn Hans Meyer in die Firma ein und 1906 wurde ein erheblich größeres Gelände in der Altenhagener Straße - unmittelbar neben der heutigen Anschrift - erworben.
Die Fabrik hatte inzwischen einen Ruf weit über die nähere Umgebung hinaus, so dass sie herangezogen wurde, als 1911 die Preußische Hochschule für Leibesübungen in Berlin - Spandau gegründet und eingerichtet wurde. Auch der Export, besonders nach Holland und Belgien, bekam wachsende Bedeutung. Über 100 Mitarbeiter waren bereits beschäftigt und die Firma erhielt in zahlreichen Ausstellungen im In- und Ausland Medaillen und Ehrenpreise. Nach dem ersten Weltkrieg firmierte das Werk ab 1918 unter dem Namen „Gerätefabrik Meyer und Söhne GmbH“ . Später setzte sich der Name TURNMEYER-WERKE durch. Der Export konnte nun bis nach Südamerika ausgeweitet werden.
 
KonradReineke Nachdem 1936 TURNMEYER die Olympischen Spiele in Berlin mit ausstattete, und 1938 das Zweigwerk in Hagen-Kabel gegründet worden war, trat 1939 Schwiegersohn Konrad Reineke in die Firma ein. 1943 wurde das Werk durch Bombenangriffe vollständig zerstört, aber bereits 1945 erfolgte die Wiederaufnahme der Fertigung von Turn- und Spielplatzgeräten. Durch die Turnhallenneubauprogramme der Länder stieg die Nachfrage nach Turngeräten rasant. Auch die Nachfrage nach Turngeräten aus dem Ausland und aus Übersee stieg weiter. Im Turngerätebereich ist TURNMEYER seitdem der Inbegriff für Qualität im Sport und stattete 1972 erneut die Olympischen Spiele – diesmal in München – mit aus.
 
Nach weiteren Höhepunkten - aber auch Niederlagen belebten Tochter Brigitte und Schwiegersohn Roland Witte die Geschäfte im Jahre 1984 neu. Nach 120 Jahren besteht das Unternehmen heute in der fünften Generation und wird von Michael Andreas Witte, dem Ururenkel des Firmengründers, geleitet und mit viel Tradition und Innovation in die Zukunft geführt.
 
Anmerkung:
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